Ralf Witthaus // Rasenmäherzeichnungen

Infos zu Projekten, Ausstellungen und zur Bundesrasenschau und Internationalen Rasenschau

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Brücken schlagen

05. Oktober 2021 von Ralf Witthaus · Allgemein

Während des Lockdowns 2020 entstand in meinem Atelier eine neue Serie von „Buchdeckellandschaften“. Am 08.10.21 wird in Bielefeld die Gruppenausstellung „Brücken schlagen“ eröffnet, bei der eine kleine aber feine Auswahl der besten dieser Arbeiten zu sehen ist.

Die Galeristin Marion Dueball zeigt von 22 Künstlern Kunstwerke, die im Einfluss der letzten 19 Monaten entstanden sind. Das Projekt war anfangs ein rein digitales Format, mit Filmen und Fotos im Netz. Jetzt ab Freitag 19:30 Uhr kann die Slow-Opening im Ausstellungsraum „Die Rampe“ besucht werden.

alle Infos dazu hier:
https://kunstraum-rampe.de/ausstellungen/
Neustädter Straße 9 (Hinterhof), D-33602 Bielefeld

Außerdem:

Wir haben unser Großprojekt 2021 in Italien im September nicht durchführen können. Die Veranstalter für das Magic-Mountains-Projekt machen nun einen neuen Anlauf für das Frühjahr 2022.
Diese Gruppe macht fantastische Arbeit im Bereich Landschaftskommunikation. Du fragst Dich was Landschaftskommunikation ist? Schau mal hier, deren Webseite ist echt ein Hingucker: https://www.magicmountains.it/it/

Die schöne Einzelausstellung im Kunstsalon Pleger in Reibitz (Nähe Leipzig) ist verlängert worden. Um Voranmeldung wird gebeten: 0163 249 68 59.

Verschiebungen

27. August 2021 von Ralf Witthaus · Allgemein

Das Großprojekt in Italien ist verschoben. Kurz vor dem Beginn, hat es mit der ausstehenden Genehmigung nun doch nicht geklappt. Ein Teil des Teams war schon auf halbem Weg in Italien. Wir haben dann versucht auf einen anderen vielversprechenden Ort auszuweichen, aber in der Kürze der Zeit funktionierte das nicht.

Es wird einen Neustart geben. Neuer Ort, ggf. auch mit neuem Konzept und hoffentlich in den nächsten Monaten. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Auch die Rasenmäherzeichnung auf dem niederländischen Festival Plateaukunst findet wegen Corona erst im nächsten oder übernächsten Jahr statt.

Besucht werden kann aber die Ausstellung im Salon Pleger in Reibitz (in der Nähe von Leipzig). Telefonische Voranmeldung: 0163 249 68 59.

Auch das Landschaftskunstwerk EXIT TIME auf dem Festival Bewegter Wind ist noch ein paar Tage zu sehen, bis es wieder komplett zugewachsen ist.

Vorankündigung:

Am 08.10.21 startet um 19 – 24 Uhr die Gruppenausstellung ARTUR!12 im Ausstellungsraum DIE RAMPE in Bielefeld.

neue Projekte!

12. August 2021 von Ralf Witthaus · Allgemein

Festivals, Landschaftskunstwerke, eine Gruppen- und eine Einzelausstellung,
viele Aktivitäten locken im August und der September:

Angefangen bei der „private show“ im Salon Ines Pleger in Reibitz, Sachsen.
Die Ausstellung ist nur nach Vereinbarung besuchbar: 0163 249 68 59.

Am Samstag, den 14.08.21 um 18 Uhr öffnet die Mitgliederausstellung des Kunstvereins Schwäbisch Hall seine Pforten.
Infos dazu findest Du hier: https://www.kvsha.de

Morgen entsteht das Landschaftskunstwerk „EXIT TIME“ zu dem internationalen Kunstfestival „Bewegter Wind“ im Kasseler Umland.
Die Eröffnung ist am Sonntag 15.08.21 ab 11 Uhr, Du findest mich in Liebenau / Ostheim. Zur Webseite des Festivals geht es hier: https://bewegter-wind.de

Nächste Woche reise ich mit dem Team nach Umbrien in eine fast verlassene, wunderschöne Berglandschaft. Das sagenumworbene Sibillengebirge ist unser Ziel.  Dort findet das Hauptprojekt dieses Jahres statt. Am 1. September soll das Landschaftskunstwerk in Umbrien fertig sein. Eine der Genehmigungen fehlt noch, drückt uns also die Daumen. Infos findest Du in Kürze auf der Webseite von „Magic Mountains“: https://www.magicmountains.it/it/

Wenn wir zurückkehren und die Verhältnisse es zulassen, geht es danach in die Niederlande auf das Festival Plateaukunst. Die Eröffnung ist am 4. und 5. September: https://plateaukunst.nl

Hast Du Lust und Zeit? Würd mich freuen, wenn wir uns sehen!

„Leb das Leben“, Landschaftskunstwerk mit dem Museum Ratingen, 12. – 18. Juli 2021, Foto: (C) Harald Neumann

„Leb das Leben“, das Kunstprojekt in Ratingen wird morgen vollendet

16. Juli 2021 von Ralf Witthaus · Allgemein

2. Pressemitteilung des Museum Ratingen:

Ralf Witthaus
Leb das Leben

12.07.2021 – 18.07.2021 

Ratingen Viele Passanten fragen sich in diesen Tagen, was da wohl im Erholungspark Volkardey am Grünen See vor sich geht.  Seit Montag, 12. Juli 2021, kann man dort auf der großen Wiese zwischen der Landzunge und dem Eisenzeitlichen Gehöft eine Gruppe schwarz-weiß gekleideter Menschen beobachten, die mit Motorsensen, Rasenmähern und anderem Gerät sorgfältig eine Bodenzeichnung ins Gras schneiden. Wer interessiert nachfragt, bekommt bereitwillig Auskunft: Das Museum Ratingen lud im Rahmen des Jugendkulturjahres 2020/21 den Künstler Ralf Witthaus ein, ein temporäres Landschaftskunstwerk zu gestalten. Und das passiert gerade. Wie schon an vielen Orten im In- und Ausland, bezieht sich seine Konzeption auf lokale Besonderheiten, die er akribisch recherchierte. Hier erregten einerseits die archäologischen Funde aus der ehemaligen Kiesgrube seine Aufmerksamkeit, die ein kenntnisreicher Ratinger Sammler für die Nachwelt sichert. Darunter viele tausend Jahre alte Mammutstoßzähne. Die liefern jetzt das Motiv für die Rasenzeichnung. In stilisierter Form werden sie in einer schier unendlich erscheinenden Anzahl ins Gras gemäht. Sie biegen sich wie auf einem breiten Pfad zueinander hin und voneinander weg. Wer ihnen folgt erkennt vielleicht, dass Ralf Witthaus damit an etwas Urgeschichtliches, fast Vergessenes erinnert, an ein überwältigendes Bild: Generationen von Mammutherden müssen durch diese Region gezogen sein. Große Mengen von Relikten werden noch tief unter der Grünfläche vermutet. Sie könnten viel vom Leben und Sterben der großen Tiere erzählen, aber auch dem unserer damaligen Vorfahren. Ein zweiter, ein geistiger Aspekt schwingt ebenfalls mit. Auch Generationen von Ratingern gingen und gehen hier ihrer Wege. Vergangenheit und Zukunft fließen ineinander. Vielleicht löst der Gang über den „Mammutpfad“ einen Moment des Innehaltens und Nachsinnens über die Endlichkeit jeglichen Leben aus. Wie ein Memento Mori mahnt es, die eigene begrenzte Zeit verantwortungsvoll zu gestalten. Aber gerade auch im Hinblick auf die Nachkommen sollte es zukunftsgerichtet geschehen.

In diesem Zusammenhang steht auch der Titel der Arbeit: „Leb das Leben“ –  in Anlehnung an Verse von Paul Celan, die mit den Worten beginnen: „Leb die Leben, leb sie alle“. Nadja Röder, ehemalige Schülerin des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, schickte diese Zeilen an Witthaus, weil sie darin viel vom eigenen Heranwachsen in Ratingen-West gespiegelt findet. Sie war ihm als Autorin einiger Gedichte im Sammelband „Beton und Poesie“ aufgefallen und nahm deshalb Kontakt zu ihr auf. Dieses Beispiel zeigt, dass der Künstler bei der Entwicklung seiner Planungsarbeit gern auf Impulse von Menschen eingeht, die in ihrem Leben vor Ort etwas Besonderes erfahren oder bewirkt haben. Er hält die Broschüre für eine kleine lokale Kostbarkeit. 1989 stellte sie den krönenden Abschluss einer Schreibwerkstatt für Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums aus Ratingen-West dar. Zu verdanken war das ambitionierte Projekt dem Engagement des Lehrers Heiner van Schwamen, der auch die Textsammlung herausgab. Ralf Witthaus‘ Arbeiten entwickeln sich also nicht im luftleeren Raum und unter seiner Kunst will er mehr als die fertige Rasenmäherzeichnung verstanden wissen. Der vollständige Entstehungsprozess macht das Gesamtkunstwerk aus: also die lokale Verortung, die Kommunikation mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, das Zusammenspiel des Teams bei der Arbeit, die festliche Kleidung, die Präsentation zum Schluss und dann das langsame Nachwachsen des Rasens, in dem man das Bild noch eine kurze Weile an der unterschiedlichen Grünfärbung ausmachen kann. „Das Ganze ist ein Fest“, so erlebt es der Künstler. 

Am Samstag, den 17.7.21, findet um 16 Uhr ein Picknick mit Ralf Witthaus und den Freunden und Förderern des Museums Ratingen statt, am Sonntag, 18. Juli, um 15 Uhr ein Künstlergespräch, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen sind. Treffpunkt ist jeweils die große Wiese zwischen der Landzunge und dem Eisenzeitlichen Gehöft am Grünen See in Ratingen-West.

Ein großes Dankeschön geht an das Jugendkulturjahr 2020/21, die vielen ehrenamtlichen Helfer und STIHL, offizieller Ausrüstungspartner von Ralf Witthaus.

ab 12. Juli: Die Rasenmäherzeichnung in Ratingen

12. Juli 2021 von Ralf Witthaus · Allgemein

Pressemitteilung des Museum Ratingen:

Innerhalb des Jugendkulturjahres 2020/21 veranstaltet das Museum Ratingen in den Sommerferien am Grünen See ein Land Art-Projekt mit dem europaweit agierenden Künstler Ralf Witthaus. Gerade in Zeiten von Corona soll Kunst sicht- und erlebbar bleiben. Mitten im Erholungspark Volkardey, in der Nähe des eisenzeitlichen Gehöfts, verbringen besonders junge Leute ihre Ferienzeit am See und an der Grillhütte. Sie sind herzlich eingeladen, den künstlerischen Prozess zu begleiten. 

Witthaus plant mit Rasenmähern und Akkusensen einen Weg aus stilisierten Mammutstoßzähnen in die weite Grünfläche zu zeichnen. Damit will er auf die Spuren großer Mammutherden locken, die vor tausenden von Jahren hier durchgezogen sind. Zahlreiche Fundstücke aus der ehemaligen Kiesgrube, sie ist inzwischen in den Seen versunken, zeugen davon. Ohne es zu ahnen, spazieren die Menschen also ständig über Relikte der ausgestorbenen Tiere, die noch immer tief unter dem Rasen vermutet werden. Das Bodenrelief von Ralf Witthaus widmet sich diesem interessanten Teil der Ratinger Archäologie, holt ihn quasi an die Oberfläche und damit ins Alltagsbewusstsein. 

Grundsätzlich fließen Aspekte der Geschichte, Geografie bzw. der gesellschaftlichen Gegebenheiten der jeweiligen Wirkungsstätten in die Gestaltung seiner Landschaftskunst ein. Diese will er aber nicht nur als fertige Rasenmäherzeichnung verstanden wissen, sondern als künstlerische Performance, die den kompletten Schaffensprozess umfasst. Das Gesamtkunstwerk besteht aus der selbstbestimmten Aufgabenteilung des ehrenamtlichen Teams, dem Gemeinschaftserleben der Gruppe bei der Arbeit und in den Pausen, aus der feierlichen schwarz-weißen Kleidung aller Beteiligten sowie aus der Kommunikation mit dem Publikum. „Das macht das Ganze zu einem Fest“ so Ralf Witthaus. Gearbeitet wird konzentriert, fast meditativ mit unterschiedlichen Geräten. Die Firma STIHL unterstützt das Projekt mit Maschinen und Sicherheitsequipment.

In der Woche vom 12. bis 18. Juli 2021 kann man den Künstler mit seinem Team täglich zwischen 10 und 18 Uhr am Grünen See in Aktion erleben. Hierzu sind Gäste und Interessierte jeden Alters eingeladen vorbeizukommen, zuzuschauen und die temporäre Bodenzeichnung zu erwandern; möglichst bald, denn sie wächst in absehbarer Zeit wieder zu. 

Ralf Witthaus, Jahrgang 1973, wurde u.a. 2010 bekannt mit einer eigenen „Bundesrasenschau“ auf dem inneren Grüngürtel von Köln, einer Arbeit auf dem Dach der Bundeskunsthalle Bonn, und 2015 mit einer auf der Wiese rund um den Spiegelweiher am Schloss Benrath – und durch annähernd 200 Ausstellungen im In-  und europäischen Ausland.

Im Rahmen des Projekts sind folgende Veranstaltungen geplant:

17. Juli, ab 16 Uhr: Picknick sowie Gespräch mit Freunden und Förderern des Museums Ratingen und Ralf Witthaus 

18. Juli, 15 Uhr: Künstlergespräch 

Ort: Wiese zwischen der Landzunge und dem eisenzeitlichen Gehöft am Grünen See, Ratingen

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